Kunstprojekt
Ludwigshafen – Ostpreussenstraße 24 - 28
Ausgehölt, menschenleer und ausgewohnt wirkt der Betonkomplex in der Ostpreußenstraße. Hinsichtlich der Abrißpläne findet nicht jeder gleich den Zugang zum Projekt Kunst, das nun schon seit einigen Wochen intensiver Auseinandersetzung der Künstler, ein Bild bekommen hat. Am 19. Juni um 17h präsentieren 26 freischaffende Künstler Resultat der ganz persönlichen Auseinandersetzung mit der zwiespältigen Thematik...
Die Bevölkerung die das Projekt positiv kritisch aufnimmt, blickt täglich mit Spannung auf die entstehenden Arbeiten.
Betrachtet man die Handlungs – und Denkweisen der einzelnen Künstler genauer, beginnt man zu verstehen, dass gerade ein solches Projekt künstlerisches Potential in allen Richtungen besitzt. Geplant und umgesetzt in einer solchen Wohngegend nehmen die "Freidenker" umliegende Problematiken wie selbstverständlich auf und finden
Wenn man über Ludwigshafen nachdenkt, kommen einem sofort die Schlagworte BASF und farblose Wohnsiedlungen in der Arbeiterstadt in den Sinn. Das Stadtbild, sonst grau in grau, zeigt sich nun seit einigen Wochen, zumindest in der Ostpreußenstraße 24 - 28, einen bunten Farbklecks auf.
Die Spaziergänger und die Bewohner in der Nachbarschaft erblicken bis zum Abriss einen nun untypischen Anblick der zum Nachdenken anregt. Die Fassade, bunt bemalt und mit Alltagsgegenständen behangen, ist Blickfang und lädt zu einem Blick ins Innere ein.
Die interessierten Besucher sind willkommen und können in intensiven Gesprächen mit den Künstlern mehr über deren Intension und Vorgehensweisen erfahren.
Installation von Patris Semma
verständlich auf und finden in der künstlerischen Umsetzung ihren Weg zur Darstellung. Gerade die Kunst versteht sich als gesellschaftlicher Spiegel und darf sich nicht verschließen.
.....Gefällige Kunst, ist hier fehl am Platz!.......
Verpflichtet soziale Mißstände aufzuzeigen greift die Kunst wie selbstverständlich nach der ihr eigenen Freiheit um "zu zeigen!", um dem Betrachter einen Denkanstoß oder Bestätigung seiner Empfindungen zu geben.
Ein solches Projekt schreit gerade zu danach das Gehör der Öffentlichkeit zu finden!
Auf höchst unterschiedlicher Art greifen die Künstler nach der Thematik, die sich ihnen im Laufe des Arbeitsprozesses stellt. Ein vorab gefertigtes Konzept kann meist nur als leitende Linie dienen, die im Verlauf der Arbeit Wege zur
Jedem der zahlreichen Künstler, aus unterschiedlichen Genres, wurde eine Wohnung zum freien Gestalten zur Verfügung gestellt.
Mit ihren Ideen und kreativem Einfluß zeigen die Freidenker besondere Gedankenwelten .
"...freie Kunst entwickelt für ein zum Abriss verurteiltes Gebäude ?..." das stellt auf den ersten Blick einen Zwiespalt dar.
der Arbeit Wege zur endgültigen Präsentation finden wird.
Man darf gespannt sein und sich am
19. Juni mit den kritischen Aufzeigen und ganz persönlichen Darstellungen in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, neue Medien, Installation und Performaces der Künstler konfrontieren lassen.
© 2009 FN